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Deutschland sucht den Supergründer

Februar 25, 2008 · Kommentar schreiben

Gedächtnisprotokoll- November 2007. Eins der genialsten Dinge im Zeitalter des Internets ist die einfache Kontaktaufnahme mit fast jedermann. So gelang es mir über ein bekanntes Social-network Kontakt zu den „berühmten“ Samwer-Brüdern aufzunehmen und unsere Geschäftsidee zu skizzieren.(10scouts.com) Nach kurzer Zeit hatten wir eine Einladung nach München und einen Termin bei den  Gurus. Das ganze kam Boris und mir eher wie ein Drogengeschäft vor, weil alles etwas dubios (Treffen in der Lobby in der Nähe des Bahnhofs) Ansprechpartner unbekannt, Ablauf unbekannt, Kontakt nur über eine Handynummer eines Mittelmannes, alles super spannend. Was tut man nicht alles für die dringend benötigtenVenture- Millionen. Schon am Flughafen war der jobname klar: Deutschland sucht den Supergründer! Während des Fluges briefte ich Boris noch mit den notwendigen Hintergrundwissen zu unserem Gesprächspartner Samwer (einer der 3 Brüder halt) haben alle Abi um die 1,0 haben in der weiten Welt studiert und ziemlich schnell ebay in Deutschland unter Alando nachgemacht. Und innerhalb von wenigen Monaten für lächerliche 48 MIO verkauft. Dann schnell noch diese grauenhaften Klingeltöne so professionell unter jamba vermarket bis verisign dafür 248 Mio Euro lockerte. Und nun mal schnell alle Trends im Internet kapiert, StudiVZ Beteiligung an Holtzbrink verkauft und einen der größten europäische VentureFonds initiiert. Hut ab! Als wir im Hotel ankamen war klar hier sind wir richtig, Oliver Samwer mit Laptop auf den Knien und einem Früchteteller neben sich und alle paar Meter geldhungrige junge Gründer, auch mit Laptops, sichtlich aufgeregt. Nur 35 min zu spät wurde die Audience bei meinem Namensvetter eröffnet: Hi, ich bin Oliver nun erzählt mal von euch. Gesagt getan, ich fang an in kurzen Worten die Genialität unseres Business zu erklären und seinem Gesichtsausdruck entnahmen wir anfangs kein echtes Frohlocken. Es gab auch kritische Kommentare zur Programmierung die unseren Dr. Schulz in den sicheren Suizid getrieben hätten. Dann fiel auf einmal des Venturesgenies Groschen und er meine: Hey, geil, ihr verkauft ja Abos.. Und ab da wurde nur noch von u n s gesprochen. Wie  w i r das dann zukünftig gemeinsam machen, welche Früchte am tiefsten hängen und wie er sich die Aufgabenverteilung in Zukunft vorstellt. Da war natürlich kein verhandeln sondern in die Kladde diktiert. 2 x x50.000 Euro dann will er nur 49 % haben und Controlling in unserer Größenordnung würde sich doch wohl als regelmäßiges Kontoauszugsabheften und lesen machen. Boris wurde schon ganz unruhig. Zum Schluß entliess uns der Meister mit der Ansage ihm dann morgen definitiv Bescheid zu geben. Wir haben uns entschlossen dann doch lieber unser eigenes Ding zu machen. Ach Olli , wenn du das ließt ich bekomme noch unsere Bilanz zurück! Und besten Gruss nach München.

Nachtrag : er hat dann doch lieber für 15 Mio eine Beteiligung an Facebook gemacht….

Nachtrag 2, Gastrotipp- bei Hunger in München ausharren bis zum Fughafen, dort dann zum Käfer!

 

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